Pflasterbau

Pflasterfugenmörtel / Pflasterbau

Die ältesten Städte in Mesopotamien, Babylon, Ägypten und China waren schon gepflastert. Die Römer haben die Erfahrungen der antiken Straßenbaumeister gesammelt, weiterentwickelt und ihre Provinzen auf drei Kontinenten mit gepflasterten Straßen verbunden. Im frühen Mittelalter allerdings war die römische Straßenbautechnik vergessen und verlernt. Erst im 10. Jahrhundert mit der Entwicklung der Städte förderten die Herrscher wieder die Befestigung der Straßen und Plätzen. Städte wie Cordoba, Paris, Florenz, Mailand, London, Lübeck, Prag und Nürnberg gelten als Vorreiter der neuzeitlichen Pflastertechnik.

Heute wird der befahrbare Platten- und Pflasterbau nach zwei Bauweisen unterschieden: ungebunden und gebunden. Die sogenannte gemischte Bauweise ist nur bei geringeren Belastungen anwendbar, z.B. im Garten- und Landschaftsbau. Für beide Bauweisen sind ein tragfähiger Unterbau, Tragschicht, Bettung, Pflaster und Fugen passend abzustimmen.
Die ungebundene Bauweise ist seit Jahrtausenden in Anwendung und in Deutschland speziell durch Normen und diverse Regelwerke definiert.

Die gebundene (auch starre) Bauweise ist eine Sonderbauweise mit vielen Vorteilen: bei normaler Belastung besteht grundsätzlich eine längere Lebensdauer als bei der ungebundenen Bauweise. Diese ist auf Dauer höher belastbar, vermindert das Entstehen von Spurrillen, die Fugenfüllung wird nicht durch Reifenbeanspruchung bei Regen und Kehrmaschinen ausgesaugt und eine Fugenpflege (Nachverfugung) ist mehr nötig. Außerdem entsteht kein Pflanzen- und  Moosbewuchs. Die gebundene Bauweise ist in der Zwischenzeit auch in Regelwerken von DNV, WTA und im Arbeitspapier der FGSV beschrieben.

Um eine dauerhafte Pflaster- und/oder Plattenfläche zu erstellen sind ein tragfähiger, wasserdurchlässiger Unterbau und eine Tragschicht (Dränbeton oder Dränasphalt) Voraussetzung. Die Pflastersteine (Naturstein, Beton oder Klinker) sind in Dränmörtel zu versetzen und die Fugen mit Mörtel zu verfüllen. Je nach Belastung und Optik ist ein zementär- oder harzgebundener Pflasterfugenmörtel zu wählen. Für Spezialfälle ist auch eine zweischichtige Fuge zu empfehlen.

Das Haus KORODUR kann auf eine rd. 20-jährige Erfahrung im Pflasterbauwesen zurückblicken und bietet dränfähige Bettungsmörtel sowie Pflasterfugenmörtel für jede Belastung, in mehreren Farbvarianten an.

NEODUR Pflasterfugenmörtel
ProdukteVariante/Anwendung
NEODUR DMWasserdurchlässiger Dränmörtel zur Herstellung von Bettungen
NEODUR PFM 1-K Easyfix1-komp. Pflasterfugenmörtel fix- und fertig gemischt
NEODUR PFM-EP2-komp. EP-Pflasterfugenmörtel
NEODUR PFM-PU2-komp. PU-Pflasterfugenmörtel, UV-beständig
NEODUR PFM-ZE grauzementärer Pflasterfugenmörtel
NEODUR PFM-ZE flexzementärer Pflasterfugenmörtel, flexibel
NEODUR PFM-ZE rapidzementärer Pflasterfugenmörtel, schnellerhärtend
NEODUR NSK weißSpezialklebemörtel für Naturstein-, Kunststein- und Klinkerplatten